Wie uns Kaffee kommunikativer und produktiver macht

Wie uns Kaffee kommunikativer und produktiver macht

Vor dem ersten Kaffee kann ich mit niemandem reden

Wie sieht der ideale Morgen eines jeden Tages aus? Für die meisten von uns wird das wohl sehr persönlich und individuell sein. Dennoch darf bei uns allen eines nicht fehlen: eine dampfend-heiße Tasse Kaffee. Erst danach beginnt der Tag. Wir alle kennen den Spruch “Wirklich funktionsfähig bin ich erst nach dem Kaffee!” oder “Vor dem ersten Kaffee kann ich mit niemandem reden!”. Macht uns Kaffee somit erst wirklich kommunikativ oder ist das ein Mythos?

Alltag im Orient und auf der Arbeit

Fakt ist, Kaffee ist seit seiner kommerziellen Erschließung ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Schon im Mittelalter galt der metallerne Klang eines Löffels gegen eine Kaffeekanne im arabischen Raum als Einladung zum gemeinsamen Kaffeetrinken, zu einer Unterhaltung und Diskussion. Dazu wurden drei Tassen Kaffee gereicht. die erste galt der Seele, die zweite dem Schwert und die dritte Tasse, einfach weil man Gast war. Das Verweigern einer vierten Tasse Kaffees konnte als Affront interpretiert werden und zu Streitigkeiten führen. In erster Linie diente der Kaffee den Beduinen als Symbol der Geselligkeit und des Austauschs von Gedanken.

Springen wir zurück in die Gegenwart. Seitdem Kaffee den Orient erobert hat, sind inzwischen 500 Jahre vergangen. Was uns bleibt sind nicht nur Kultur, wissenschaftliche Erkenntnisse, Glauben und Architektur. Auch viele einfache Dinge prägen unser Miteinander noch heute. Ein einfaches Beispiel: Der Kaffee.

Nachdem der erste Kaffee am Morgen genossen wurde, geht es für uns ab auf die Arbeit. Dort treffen wir Freunde, Kollegen und Bekannte. Ein einfaches „Kaffee?“ genügt und wir treffen uns dann am Kaffeeautomaten, in der Cafeteria oder in der Kaffeeküche. Dort unterhalten wir uns und tauschen Infos und Neuigkeiten aus. Aber nicht nur das. Wir reden auch über die Dinge, die uns stressen oder gar frustrieren. Wir denken gemeinsam über Lösungsansätze nach und fühlen uns letztendlich oftmals besser verstanden. Bewiesenermaßen erhöht eine Kaffeeecke auf dem Arbeitsplatz durch genau diese Kommunikation in einer entspannten Atmosphäre das Wohlbefinden und die Produktivität. Man könnte fast sagen, Kaffee ist als Bindeglied in der zwischenmenschlichen Kommunikation nicht wegzudenken.

Die Wissenschaft gibt dem Kaffee recht.

Nach einer Tassee Kaffee sind wir nicht nur entspannter. Wir sind auch fokussierter. Das haben Wissenschaftler*innen in einer 2010 veröffentlichten Studie herausgefunden. Dabei wurde der größte positive Effekt auf das Konzentrationsvermögen bei Kaffee-Junkies ermittelt ;). Forscher*innen der John-Hopkins-Universität konnten sogar nachweisen, dass sich mit Kaffee das Gedächtnis verbessert.

Doch nicht nur der Kaffee an sich kann einen Einfluss auf unsere Leistung haben. Auch das Umfeld ist dabei von großer Bedeutung. So sind wir in Umgebungen am produktivsten, die uns vertraut sind oder zum Denken einladen. Ein Beispiel dafür sind Bibliotheken oder Cafés. Diese beiden Orte bestechen geradezu durch ihren Fokus auf Lesen und Nachdenken. Natürlich laden sie auch zum Entspannen und Ausruhen ein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kaffee nicht nur Booster und Wachmacher ist. Er kann ferner auch konzentrationssteigernd wirken. Gleichzeitig lädt er jedoch auch zu einer Pause und zu sozialer Interaktion ein. Ob morgens zum Frühstück, auf der Arbeit oder in einem Café, das Kulturgut Kaffee genießt sich am besten zu zweit, zu dritt oder zu vielen. Er ist als hug in a mug ein willkommenes Additiv zu guten Gesprächen und produktiver Arbeit.

In diesem Sinne wünsche ich Euch genau das, gute Gespräche bei gutem Kaffee. 

 

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